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Linz
Linz ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich. Mit 188.968 Einwohnern (Stand: 1. 1. 2006) ist sie die größte Stadt Oberösterreichs und nach Wien und Graz die drittgrößte Österreichs. Die Stadt ist Zentrum des oberösterreichischen Zentralraums und hat eine Fläche von 96,048 km2. Linz ist Statutarstadt und somit sowohl Gemeinde als auch Bezirk. Nach der Stadt Linz ist der Asteroid (1469) Linzia benannt.
Lange Zeit hatte die Stadt Linz den Ruf der Stahlstadt, den sie dem größten Arbeitgeber, der voestalpine AG-Stahlwerke, zu verdanken hat. Doch durch zahlreiche Initiativen im Umweltschutz und Kulturbereich, beispielsweise der Forcierung von Veranstaltungen wie der Linzer Klangwolke, des Pflasterspektakels oder auch des Prix Ars Electronica, versucht Linz seit Jahrzehnten ein neues Image zu kreieren und sich als Kulturstadt zu behaupten. Seit 2004 existiert das Filmfestival Crossing Europe, dass auch Ende April 2006 mit rund 100 Österreich-Premieren internationaler und heimischer Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aufwartet. Im Jahr 2009 wird Linz gemeinsam mit der litauischen Hauptstadt Vilnius Europäische Kulturhauptstadt sein, was diesen Bemühungen nur stark förderlich sein kann.
Linz liegt im östlichen Oberösterreich und erstreckt sich auf beiden Seiten der Donau. Linz befindet sich im flachgeländigen Linzer Becken und grenzt im Westen an den Kürnberger Wald sowie das fruchtbare Eferdinger Becken. Nördlich der Donau grenzt Linz an die sanften Hügel des Mühlviertels. Die östliche Stadtgrenze ist durch die Donau markiert, welche das Stadtgebiet in einem nordost-südöstlichen Halbkreis erst durch-, und dann umfließt. Die Traun mündet 7 km südöstlich des Stadtzentrums in die Donau und markiert die innerstädtische Grenze zum größten Stadtteil Ebelsberg. Südlich der Stadt beginnt das Alpenvorland.
Linz grenzt im Norden an sieben Gemeinden des Bezirks Urfahr-Umgebung, im Süden an fünf Gemeinden des Bezirks Linz-Land, und im Osten an einem kurzen Abschnitt an eine Gemeinde des Bezirks Perg.
Eine Eingemeindung einiger Nachbargemeinden (Groß-Linz) wird gelegentlich von der Politik und in die Medien diskutiert. Grund dafür ist, dass Linz aus seinem Budget viele überregionale Projekte finanziert, die auch den Bewohnern der Umlandgemeinden zu Gute kommen, ohne dass diese finanziell etwas dazu beitragen. Die Grenzen zwischen Stadtgebiet Linz und Umland sind zwar politisch immer noch vorhanden, gesellschaftlich oder im Stadtbild jedoch nicht erkennbar.
Bei der Volkszählung des Jahres 1971 erreichte Linz den bisherigen Höchststand von 204.889 Einwohnern. Zeichneten sich die Nachkriegsjahre, allen voran das Jahr 1947, mit rund 3.750 Geburten zu 2.000 Todesfällen, durch enorme Geburtenüberschüsse aus, halbierte sich die Geburtenzahl ab 1962 von rund 3.200 auf 1.600 im Jahr 1979. Geburtendefizite gab es aber bereits 1970, wo die bis dahin stetig von gestiegene Zahl der Todesfälle (von 2.000 im Jahr 1947 auf 2.500 im Jahr 1970) die Zahl der Geburten überholte. Die Todesfälle gingen zwar seither wieder zurück, auf rund 1.900 im Jahr 2004, doch stieg auch die Geburtenzahl, die 1979 ihren Tiefpunkt erreichte, nach einem Zwischenhoch 1993 (ca. 2.000 Geburten) und einem Zwischentief 1999 (knapp 1.700 Geburten), nur unregelmäßig und langsam wieder an. Gab es im Jahr 2001 fast genauso wenige wie 1999, stieg die Zahl seither stetig an, auf 1.886 im Jahr 2005.
Linz ist die einzige Großstadt Österreichs, die mit einer Anzahl von 157.000 fast doppelt so viele Arbeitsplätze aufweist, als die Stadtbevölkerung benötigen wurde. Dieser enorme Arbeitsplatzüberschuss bewirkt eine dementsprechend hohe Einpendlerrate aus den Umlandgemeinden von Linz, was enorme Verkehrsprobleme in der 189.000-Einwohner-Stadt bewirkt. Südlich von Linz befinden sich zudem große Gewerbegebiete inklusive zweier Shopping-Center (Uno-Shopping und Plus City) die nach der südlich von Wien gelegenen SCS die größten Einkaufszentren Österreichs sind, was die Pendlerbeziehungen zwischen Linz und seinen Umlandgemeinden zusätzlich belebt, und Verkehrsprobleme auch tagsüber, und auch außerhalb der Stadt, rund um diese Gewerbegebiete, verursacht.
Wie in vielen Großstädten der Welt erlebte auch Linz in den letzten Jahrzehnten, besonders zwischen 1991 und 2001, große Bevölkerungseinbußen aufgrund der Übersiedelung vorwiegend von Familien in die grünen und ruhigeren Lagen der Linzer Umlandgemeinden. Aufgrund guter Verkehrsanbindungen wie der bereits mehrmals ausgebauten West- (A1) und Mühlkreisautobahn (A7) sowie der Linzer Lokalbahn (LILO), der Mühlkreisbahn und der Summerauer Bahn, die eine rasche Verbindung zu Linz auch noch in größeren Distanzen ermöglicht, wurde diese Abwanderungstendenz verstärkt.
Die Stadt Linz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Neben der im Süden vom Stadtgebiet verlaufenden A1 Westautobahn Wien - Salzburg, verläuft die A7 Mühlkreisautobahn, die zusammen mit der geplanten S10, der Mühlviertler Schnellstraße, eine wichtige Verkehrsverbindung in die Tschechische Republik darstellt, durch das Stadtgebiet. Im Stadtgebiet von Ansfelden, südwestlich von Linz gelegen zweigt die A25 Welser Autobahn ab, die in die A8 Innkreisautobahn mündet, welche bis zur Staatsgrenze bei Passau führt.
Die ab 1825 errichtete und 1832 eröffnete Pferdeeisenbahnstrecke von Gmunden über Linz nach Budweis war die erste Bahnstrecke auf dem europäischen Festland. Diese Bahnstrecke verband die Donau mit der Moldau und machte Linz zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt. Linz wurde 1852 an die Kaiserin-Elisabeth-Westbahn angeschlossen und wurde ein wesentlicher Knotenpunkt für den Verkehr nach Bayern und Salzburg. Neben dem Hauptbahnhof am damaligen Südende der Stadt wurde 1880 zusätzlich der Central-Frachten- und Rangierbahnhof für den Güterverkehr errichtet. Der ursprüngliche Linzer Hauptbahnhof wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und zwischen 1945 und 1950 neu aufgebaut. Zwischen 2000 und 2004 wurde er im zuge der Bahnhofsoffensive der ÖBB durch ein neues Bahnhofsgebäude mit einer verbesserten Nahverkehrsanbindung ersetzt. Dieser Neubau wurde 2004 abgeschlossen, 2005 wurde die LILO, die Linzer Lokalbahn eingebunden und der Lokalbahnhof aufgelassen. Mittlerweile wurde der Linzer Bahnhof bereits zum zweiten Mal zum beliebtesten Bahnhof Österreichs gewählt.
In Hörsching befindet sich der Blue Danube Airport Linz mit Linienverbindungen nach Düsseldorf, Frankfurt am Main, Wien, Salzburg, und Graz. Billigflugverbindungen gibt es mit Ryanair nach London (Sommer täglich; Winter 4x pro Woche) sowie Niki nach Palma de Mallorca und Nürnberg (nur Wintersaison). Zusätzlich bestehen noch einige Charterverbindungen nach Ägypten, Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien, Tunesien, Türkei. Der Flughafen hat eine gewisse Bedeutung als Standort für Luftfracht-Speditionen. In Linz ist die einzige österreichische Cargoairline Amerer Air beheimatet.
Linz ist der größte Hafenplatz an der oberen Donau. Rund 3,5 Mio. t Güter werden im öffentlichen Linzer Hafen und im voestalpine AG-Werkshafen Jahr für Jahr umgeschlagen. Damit ist Linz der größte Hafenstandort Österreichs, wobei das Angebot durch den nahegelegenen Hafen Enns noch zusätzlich erhöht wird. Durch gezielte Investitionen hat sich der Hafen Linz in den letzten Jahren zu einem hochmodernen logistischen Dienstleistungszentrum entwickelt. Auf dem rund 150 ha großen Areal, davon 45 ha Wasserfläche, bietet der Hafen Linz modernste Einrichtungen zum effizienten Transport und zur sicheren Lagerung von Gütern und Handelswaren. Durch die Kombination verschiedenster Transportwege und Transportmittel werden alle Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Termintreue erfüllt. Eine großangelegte Umgestaltung, die dem Linzer Handelshafen eine weitere Kapazitätserhöhung bringen wird, ist z. Zt. in Planung.
Der Cityrunner-eines der vielen öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt Linz. Die Linz Linien (ehemals ESG, heute Teil des Linz AG Konzerns) bieten zahlreiche Bus- und drei Straßenbahnlinien in Linz an. Mit 5. Dezember 2004 ging die Nahverkehrsdrehscheibe-Linz in Betrieb. Kernstück ist eine unterirdische Straßenbahntrasse zwischen den Stationen Bulgariplatz und Goethekreuzung (1,9 km Länge), die am 31. August 2004 eröffnet wurde. Dadurch wurde eine direkte Anbindung des neugebauten Hauptbahnhofes verwirklicht. Die Planung dieser Linienvariante geht auf das Jahr 1976 zurück; 2001 wurde nach langem Hin und Her mit dem Bau begonnen, welcher im Jahr 2004 - drei Monate früher als geplant - abgeschlossen wurde. Neben dem Bahnhof entstand auch das neue Busterminal, welches einen zentralen Punkt für die Busse in die Umlandgemeinden und Städte darstellt. Zwischen Linz und Eferding verkehrt seit 1912 die Linzer Lokalbahn (LILO). Eine City-S-Bahn vom Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Linz-Urfahr (Mühlkreisbahnhof) ist für spätestens 2012 geplant, die tatsächliche Umsetzung aber ungewiss.
Linz liegt am beliebten Donauradweg Passau - Wien. Der Radverkehrsanteil in Linz ist mit 5 % vergleichsweise niedrig (z. B. Salzburg: 18 %, Graz 13 %, Münster (Westfalen) 38 %, Stand 2004). Zwar ist die Stadt Linz bestrebt die geeigenten Einbahnen für Radfahrer zu öffnen und auch auf den Busspuren wird das Fortkommen erleichtert, doch enden die eigentlichen Radwege oft gerade dort, wo sie die Verkehrssituation am notwendigsten erfordern würde. Manche Stadtteile sind überhaupt nur auf stark befahrenen Straßen erreichbar oder befahrbar. Daher fordert die Initiative Fahrrad (Oberösterreichischer Tochterverein der ARGUS) eine mehrjährige Schwerpunktaktion zum Ausbau des Linzer Radwegnetzes.
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Dann schauen Sie sich am besten die offizielle Homepage von Linz an. www.linz.at







